Grundstücke

Grundlagen

In der Schweiz sind gestützt auf ZGB 655 Abs. 2 und ZGB 943 Abs. 1 Grundstücke im Sinne des Gesetzes:

  1. Liegenschaften [räumlich abgegrenzte Teile der Erdoberfläche, die den Boden und Bauten sowie Pflanzen und Quellen umfassen]
  2. ins Grundbuch aufgenommene selbständige und dauernde Rechte (ZGB 779 ff.) [ z.B Baurecht, Benützungsrecht, Quellenrecht und andere Dienstbarkeiten]
  3. Bergwerke
  4. Miteigentumsanteile an Grundstücken.

Aus dieser Definition ergeben sich folgende Grundstückskategorien:

  • Land ohne Baute
  • Land mit Baute
  • Gebäude im Baurecht
  • Quellen
  • andere Dienstbarkeiten.

Die physische Natur der Immobilie wird ferner durch deren Nutzung bestimmt.

Die Immobilienbranche unterscheidet im wesentlichen in:

  • Wohnimmobilien
  • Büro- und Gewerbeimmobilien
  • Produktionsimmobilien
  • Infrastrukturimmobilien.

Das schweizerische Recht differenziert in das dingliche Recht an Grundstücken [Vollherrschaftsrecht wie Alleineigentum, Miteigentum, Gesamteigentum, zu Stockwerkeigentum ausgestaltetes Miteigentum] und in beschränkte dingliche Rechte an Grundstücken [Teilherrschaftsrechte wie Dienstbarkeiten, Grundlasten und
Grundpfandrechte].

Sodann verleiht die Vormerkung obligatorischer Rechtsgeschäfte wie Mietverträge, Pachtverträge, Kaufs- und Vorkaufsrechte, die nur inter partes gelten, dem Berechtigten insofern eine Sicherheit als während der Vormerkungsdauer der jeweilige Eigentümer des belasteten Grundstückes an das Vertragsverhältnis gebunden ist. Die Bedeutung der Vormerkung eines Mietvertrages wird aber durch den Grundsatz „Kauf bricht Miete nicht“ (OR 261 Abs. 1) relativiert.

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